Keboline: Holz, das nicht mehr arbeitet
Verändert bis in die Zellwand, nicht nur an der Oberfläche. Dauerhaftigkeitsklasse 1 nach Norm, härter als das Ausgangsholz und ohne Tropenholz.
Muster anfordernSo bekommst du Keboline
Esgibt zwei Varianten mit demselben Verfahren. Der Unterschied liegt im Ausgangsholz und damit im Bild, das die fertige Fläche ergibt.
Mehr erfahrenCharakter
Mit Ästen und Struktur, lebendiger im Bild und günstiger im Preis.
Muster anfordernGrau, Braun und Schwarz
Das patentierte Modifizierungsverfahren sorgt für eine besonders stabile Oberfläche und reduziert Quell- und Schwindverhalten sowie Rissbildungen
Technische Daten ladenWo Keboline seinen Platz hat
Keboline ist die Antwort auf Lagen, in denen Holz normalerweise Probleme macht. Wenn Wind und Regen ungebremst draufkommen, wenn die Fläche breit ist oder wenn barfuß darauf gelaufen wird, dann zählt vor allem, was das Material aushält. Vier Situationen, in denen sich der Aufwand rechnet.
Imprägnierung
Bei der Imprägnierung wird das Holz mit einer biologischen Flüssigkeit behandelt, aus der Furfurylalkohol tief in die Holzstruktur eindringt. Dadurch wird das Material dauerhaft dimensionsstabiler und widerstandsfähiger gegenüber äußeren Einflüssen.
Muster anfordernAushärten und Trocknen
Nach der Imprägnierung wird das Holz durch Wärmezufuhr getrocknet, wodurch der Furfurylalkohol im Inneren polymerisiert und dauerhaft aushärtet. Dabei entstehen stabile Polymere in den Holzzellen, die fest gebunden sind und weder zerfallen noch aus dem Holz austreten können.
Muster anfordernMaximale Beständigkeit
Nach der Behandlung sind die Holzzellwände durch die fest verankerten Polymere etwa 50 % dicker, wodurch das Holz besonders formstabil, hart und langlebig wird. Gleichzeitig bietet Kebony eine hohe Nutzungssicherheit, da es kaum splittert, frei von Giftstoffen und schädlichen Chemikalien ist und sich auch bei sommerlichen Temperaturen nur gering aufheizt.
Unterlagen anfragenBrandschutz mit System
Die Keboline überzeugt bereits ohne zusätzliche Behandlung mit zuverlässigem Brandverhalten und erreicht die Brandschutzklasse D-s2,d0. Für besonders hohe Anforderungen sind ausgewählte Fassadenprofile zudem in B-s1,d0 zertifiziert – und verbinden damit erhöhte Brandsicherheit mit natürlicher Ästhetik und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten.
Beratung anfragenVon Braun zu Silbergrau
Frisch geliefert ist Keboline tiefbraun. Draußen entwickelt es über die Jahre eine silbergraue Patina, und wie schnell das geht, hängt an Sonne und Regen. An der Haltbarkeit ändert das nichts, es ist eine reine Frage der Optik. Wenn du das Braun halten willst, lässt sich die Oberfläche beschichten. Entscheide selbst.
So sieht das gebaut aus
Häufige Fragen zu Keboline
Keboline ist das technischste meiner Materialien, weil hier bis in die Zellwand gearbeitet wird. Wenn dir etwas an Infos fehlt, ruf einfach durch.
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Wie lange hält Keboline draußen?
Das lässt sich hier nicht nur schätzen, sondern genau einstufen. Die europäische Norm EN 350 sortiert Hölzer nach ihrer Dauerhaftigkeit gegen Fäule in fünf Klassen. Klasse 1 ist die beste, und dort landet die astfreie Sorte. Die gewachsene liegt bei Klasse 1 bis 2.Zum Vergleich: In dieser Spitzengruppe stehen normalerweise nur tropische Hölzer wie Ipé oder Teak. Ein heimisches Nadelholz kommt dort von Natur aus nicht in die Nähe, es liegt üblicherweise in Klasse 3 oder 4.Für dich bringt das zweierlei: Erstens musst du dich nicht auf mein Wort verlassen, sondern hast eine genormte Angabe für die Bauakte oder die Ausschreibung. Zweitens kannst du das Holz an Stellen einsetzen, an denen du sonst zu Aluminium oder Platten greifen würdest.
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Was passiert bei der Modifikation genau?
Zwei Schritte, und beide gehen tief ins Holz hinein. Zuerst wird ein Weichholz, meist Kiefer, mit einer Flüssigkeit getränkt. Die zieht nicht nur in die äußeren Millimeter, sondern durch das ganze Brett. Danach kommt das Holz unter Hitze, und dabei härtet die Flüssigkeit in den Zellwänden aus.Was dort entsteht, sitzt dauerhaft fest. Es kann nicht ausgewaschen werden, es tritt nicht wieder aus, und es zerfällt nicht. Am Ende sind die Zellwände rund fünfzig Prozent dicker als vorher. Das Verfahren ist patentiert und wird in Europa durchgeführt.Wichtig für dich: Hier liegt nichts auf dem Holz, sondern es ist selbst verändert. Deshalb lässt sich diese Veränderung auch nicht abschleifen oder abwaschen.
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Was unterscheidet es von Thermoholz?
Thermoholz kommt in den Ofen. Hitze allein verändert dort das Holz und senkt vor allem, wie viel Feuchtigkeit es später aufnimmt. Nicht zu verwechseln mit verkohltem Holz übrigens, denn dort arbeitet eine offene Flamme nur an der Oberfläche, während hier das ganze Brett durch die Wärme geht.Bei Keboline kommt vor der Hitze ein zweiter Schritt dazu: die Tränkung. Erst die Wärme danach lässt sie in den Zellwänden aushärten. Verändert wird also nicht nur das Feuchteverhalten, sondern die Zellwand selbst.In Zahlen sieht das so aus: Die Härte liegt dreißig bis fünfzig Prozent über dem Ausgangsholz, die Steifigkeit zehn bis zwanzig Prozent darüber, und die Biegefestigkeit bleibt nahezu unverändert. Beide Wege führen zu haltbarem Holz, sie kommen nur bei anderen Werten heraus. Was zu deinem Bauteil passt, sehen wir uns gemeinsam an.
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Astfrei oder gewachsen, was nehme ich?
Beide gehen durch dasselbe Verfahren, der Unterschied liegt im Ausgangsholz.Astfrei ist die ruhigere Wahl. Ohne Äste wirkt die Fläche gleichmäßig und fast textil, sie liegt in der besten Dauerhaftigkeitsklasse, und die Oberfläche darf nachträglich bearbeitet werden. Schleifen, bürsten, hobeln und profilieren ist möglich, ohne dass die Haltbarkeit leidet.Gewachsen hat Äste und damit Charakter. Die Fläche ist lebendiger, das Bild rustikaler, der Preis niedriger. Diese Sorte ist für eine weitere Oberflächenbearbeitung nicht vorgesehen, sie kommt so, wie sie geliefert wird.Welche passt, entscheidest du am besten an einem Muster. Der Unterschied ist größer, als es auf Fotos aussieht, und ich schicke dir gern beide.
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Wo kann ich Keboline einsetzen?
Vielfältiger, als die meisten denken. Draußen sind das Fassaden, Terrassen, Sichtschutz und Verkleidungen, dazu tragende Holzbauteile. Drinnen kommen Bodenbeläge, Wandflächen, Fenster, Türen und Möbel dazu. Der Grund für diese Bandbreite ist die Härte. Ein Boden muss betreten werden, ein Fensterrahmen darf sich nicht verziehen, eine Terrasse bekommt beides ab und dazu noch das Wetter. Genau dafür ist dieses Material gebaut.Und für dein Gewerk: Keboline lässt sich mit normalen Tischlermaschinen bearbeiten, es braucht kein Sonderwerkzeug und keine Schulung. Die astfreie Sorte darf zusätzlich geschliffen, gebürstet, gehobelt und profiliert werden. Wenn du etwas Bestimmtes vorhast, ruf mich vorher an, dann klären wir gemeinsam, ob es geht.
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Bleibt das Braun oder vergraut es?
Am Anfang ist Keboline tiefbraun, mit den Jahren wird daraus ein silbergrauer Ton. Du bekommst also im Grunde zwei Fassaden für eine, und der Übergang dazwischen läuft langsam und gleichmäßig. Wie schnell, hängt von der Lage ab: Sonne und Regen beschleunigen es, eine geschützte Nordseite bleibt länger braun. Haltbarkeit, Härte und Formstabilität bleiben davon unberührt.Wer das Braun dauerhaft mag, behandelt die Oberfläche, üblich sind halbtransparente Anstriche zum späteren Auffrischen. Wer die Fassade in Ruhe lassen will, plant direkt mit dem Silbergrau. Ich empfehle meistens den zweiten Weg, weil das Ergebnis dann ohne dein Zutun entsteht. Pflege braucht das Holz nicht. Wenn du willst, reichen Bürste und Wasser, bei Algen ein mildes Reinigungsmittel und danach klar nachspülen. Beim Hochdruckreiniger arbeitest du am besten mit Bürstenaufsatz und wenig Druck.
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Welche Schrauben und Beschläge brauche ich?
Nimm Edelstahl. Wasser, das über Keboline abläuft, kann auf Zink schwarze Flecken hinterlassen, mit Edelstahl passiert das nicht.Aluminium geht ebenfalls, genauso emaillierte, pulverbeschichtete oder folierte Bauteile. Wichtig dabei: Wenn die Unterkonstruktion aus Aluminium besteht, brauchst du dafür passende Spezialschrauben und keine Standardware. Bei Kupfer solltest du wissen, dass die Oberfläche glänzend bleibt, statt die übliche dunkle Patina anzunehmen. Kein Schaden, sieht aber anders aus als geplant.Ich sage das so ausführlich, weil solche Flecken später nur mit Säure wegzubekommen sind und die Stelle danach heller ist als der Rest. Fünf Minuten Abstimmung mit deinem Betrieb ersparen euch beiden den Ärger.
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Wie nachhaltig ist das Verfahren?
Fangen wir bei der Flüssigkeit an, denn danach fragen die meisten zuerst. Sie wird aus Reststoffen der Zucker- und Maisverarbeitung gewonnen, also aus Nebenprodukten der Landwirtschaft. Kein Erdöl, keine Giftstoffe, und am Ende der Nutzungsdauer darf das Holz wie unbehandeltes entsorgt oder verbrannt werden.Der größere Punkt ist aber die Rechnung dahinter. Hier wird ein schnell nachwachsendes Nadelholz so verändert, dass es die Aufgaben eines tropischen Hartholzes übernimmt. Jeder Quadratmeter Keboline ist ein Quadratmeter, für den kein Tropenwald geschlagen wird. Dazu kommt die Herkunft: zertifizierte Forstwirtschaft, dokumentiert bis zum Wald. Die Unterlagen bekommst du von mir, wenn du sie für ein Projekt brauchst.
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Wieso Keboline von Liniarwood?
Weil bei Keboline vor der Bestellung mehr zu klären ist als bei einem normalen Brett. Ich bin Tischlermeister und schaue mir zuerst an, wie dein Bauteil aufgebaut ist. Wie exponiert liegt die Fläche, wie breit werden die Profile, was schließt oben und unten an? Daraus ergibt sich, welche Sorte passt und ob sich der Aufwand überhaupt lohnt.Ich denke in KonstruktionAuch ein Material, das kaum arbeitet, braucht eine ordentliche Fuge und eine hinterlüftete Unterkonstruktion. Und es braucht die richtigen Befestigungsmittel, sonst hast du in zwei Jahren schwarze Flecken unter jeder Schraube. Solche Dinge klären wir vorher, nicht auf der Baustelle.Bemustert wird vorherDu bekommst beide Sorten in die Hand, bevor eine Bestellung rausgeht. Dazu Aufmaß, Mengen und eine Kalkulation, mit der dein Zimmerer arbeiten kann.
